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SPERRSTUNDE |
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05. Juni 2009
Resolution der Frauen-Union Deggendorf gegen die Einführung einer weiteren Sperrstunde in Deggendorf
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Der Ortsverband der Arbeitsgemeinschaft Frauen-Union in der CSU Deggendorf unterstützt ausdrücklich die Anliegen der Innenstadt-Bewohner nach mehr nächtlicher Ruhe, weniger Randale und Vandalismus.
Die Frauen-Union Deggendorf spricht sich jedoch ausdrücklich gegen die Einführung einer weiteren Sperrstunde in der Stadt Deggendorf aus folgenden Gründen aus: |
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In Deggendorf hat sich in den letzten Jahren aufgrund wachsender Studentenzahlen ein breites Angebot an Bistros, Kneipen und Cafes entwickelt. Dieses Angebot lockt zunehmend auch junge Leute aus dem Landkreis und sogar den Nachbarlandkreisen und -städten nach Deggendorf.
Mit dem Ausbau der Fachhochschule werden noch mehr junge Menschen ihren Lebensmittelpunkt in Deggendorf finden und auch ihr Wochenende hier verbringen wollen. Die Stadt Deggendorf hat sich für Jung und Alt zu einer attraktiven Freizeitstadt entwickelt.
Durch das Einführen einer weiteren Sperrstunde sieht die Frauen-Union die Gefahr, dass junge Menschen wieder vermehrt an den Wochenenden aus der Stadt in abgelegene Diskotheken fahren und damit eine Großzahl von Jugendlichen einem erhöhten Straßenunfall-Risiko ausgesetzt ist. Die eigentlichen Probleme, nämlich erhöhter und unkontrollierter Alkoholkonsum, werden damit nicht gelöst, sondern auf andere Gebiete verlagert.
Mit der Einführung einer weiteren Sperrstunde werden zudem die vielen Jugendlichen, die sich ordentlich verhalten, für die Untaten weniger Randalierer bestraft. Damit wird nach Meinung der Frauen-Union Deggendorf dem Unrecht von Ruhestörern und Randalierern ungerechtfertigter Weise Aufmerksamkeit geschenkt. Die Wünsche und Bedürfnisse des Großteils der Jugendlichen, die sich verträglich verhalten und am Wochenende mit Freunden gesellige Abende verbringen wollen, werden missachtet.
Darüber hinaus besteht durch die weitere Sperrstunde für die ansässige Gastronomie die Gefahr der wirtschaftlichen Einbußen, damit die Gefahr eines Kneipen- und Lokalsterbens in der Innenstadt und letztendlich der Verlust der Attraktivität Deggendorfs.
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Vorschlag der Frauen-Union:
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1. Mehr Polizeipräsenz in der Innenstadt an den Wochenenden in den Abend- und frühen Morgenstunden. Die Frauen-Union ist der Auffassung, dass allein die Anwesenheit von Ordnungshütern bereits zur Vermeidung von außergewöhnlichem Lärm, Randalen und Vandalismus führen kann. In der Stadt Deggendorf hat sich erfreulicher Weise durch die Fachhochschule eine breite Gastronomie mit einem aktiven Nachtleben entwickelt. Diesen geänderten Rahmenbedingungen muss auch hinsichtlich der nächtlichen Ruhekontrolle umfangreicher entsprochen werden. |
2. Kein Verkauf von alkoholischen Getränken nach 22.00 Uhr außerhalb der gastronomischen Lokale. Die Frauen-Union fordert die politisch Verantwortlichen auf, mit den Gewerbetreibenden Gespräche zu führen, in denen sich diese, ähnlich wie in Nachbarlandkreisen, auf freiwilliger Basis verpflichten, ab 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr zu verkaufen. |
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Zusammenfassend appelliert die Frauen-Union Deggendorf an die politisch Verantwortlichen, auf die Einführung einer weiteren Sperrstunde zu verzichten und stattdessen mit mehr Polizeipräsenz und einem eingeschränkten Alkoholverkauf den Bedürfnissen der Anwohner nach mehr nächtlicher Ruhe, weniger Randale und weniger Vandalismus Rechnung zu tragen.
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Druckbare Version
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© Frauen-Union Deggendorf
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