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BRIEF AN ILSE AIGNER

Brief an Ilse Aigner

15. September 2011

Der Ortsverband der Frauen-Union Deggendorf fordert in einem Antrag an Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Werbung für gesunde Lebensmittel im Fernsehen zu machen.




 
 

Werbung für gesunde Lebensmittel im Fernsehen

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,

der Ortsverband der Frauen-Union Deggendorf bittet Sie darum, sich im Rahmen der Ernährungsaufklärung in Ihrem Ministerium, aber auch innerhalb der CSU dafür einzusetzen, dass im Fernsehen vor Sendungen, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen gesehen werden, Werbespots für gesunde Lebensmittel (wie z.B. Obst und Gemüse) gesendet werden und diese insbesondere von Idolen aus Sport, Musik und Fernsehwelt wirkungsvoll vermittelt werden.
Auch kurze Informationsvideos über den Gesundheitsschutz von Obst und Gemüse z.B. vor den Nachrichtensendungen könnten Erwachsene zu einer gesunden Ernährungsweise motivieren.

Begründung:

Ernährungsbedingte Erkrankungen verursachen jährlich Folgekosten in Milliarden-höhe und führen bereits bei Kindern und Jugendlichen zu vielseitigen Krankheits-bildern und ihren Folgebelastungen. Seit Jahren wird mit vielfältigen Projekten und Informationskampagnen versucht Kinder, Jugendliche und Erwachsene für einen gesünderen Lebensstil zu motivieren. Das Feld der Fernsehwerbung, das nachweislich zur effektivsten Meinungsbildung beiträgt, wird dabei aber fast ausschließlich Lebensmittelherstellern von überzuckerten Kinderlebensmitteln, Süßigkeiten und Fastfood-Produkten überlassen. Diese nutzen werbewirksam Idole aus Sport, Musik und Fernsehwelt.

Viele Eltern beklagen, dass im Fernsehen Fußballstars Nuss-Nougat-Creme aufs Brot streichen statt in einen Apfel zu beißen oder ein Glas Milch zu trinken. Auch Top-Models gehen in Werbespots in Fast-Food-Restaurants zum Essen anstatt mit gesundem Essen positiv auf junge Mädchen ein zu wirken, etc.

Erwachsene könnten ebenfalls durch regelmäßige kurze Informationsspots über den Gesundheitsschutz von Obst, Gemüse, Milch etc. zum regelmäßigen Verzehr dieser Lebensmittel motiviert werden. In bestimmten asiatischen Ländern wird durch das Ausstrahlen derartiger Informationsvideos kurz vor den Nachrichten erfolgreich für das tägliche Essen dieser Nahrungsmittel geworben.

Während Lebensmittelhersteller wissen, dass trotz der hohen Kosten für Fernsehwerbung der Absatz und Gewinn ihrer Produkte steigt (siehe Nutella, Fruchtzwerge, actimel, activia-Joghurt, etc.), werden die Werbekosten für gesunde Lebensmittel gescheut ohne zu berücksichtigen, dass dadurch Folgekosten im Gesundheitsbereich vermieden werden könnten. Zudem könnten sicher für die Bewerbung gesunder Lebensmittel auch Sponsoren wie Sportvereinigungen, Bauernverband, Stiftungen (wie z.B. die Stiftung Kindergesundheit), etc. gewonnen werden.

Selbst in den USA wirbt zwischenzeitlich die Gattin des amerikanischen Präsidenten, Michelle Obama, persönlich für das tägliche Essen von Obst und Gemüse.
Die vereinigten Staaten von Amerika haben Michelle Obama, wir haben Ilse Aigner!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Frau Bundesministerin Aigner, unser Anliegen, das wir stellvertretend für viele Bürger an Sie herantragen, in Ihrem Ministerium umsetzen könnten.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und würden uns über Zwischeninformationen zu gegebener Zeit sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Katzdobler
Ortsvorsitzende der Frauen-Union Deggendorf




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© Frauen-Union Deggendorf